ASN Ingenieursgesellschaft mbH und Co. KG

11.12.2013

DOKU + MEDIEN Forum 2014

Das DOKU+MEDIEN-Forum 2014 findet statt am Mittwoch, 12. Februar 2014, von 09:00 bis etwa 17:00 Uhr, im Hause unseres DokuNord Partners der ZINDEL AG, Tangstedter Landstraße 83, 22415 Hamburg.

Die Anmeldegebühr beträgt pro Teilnehmer 370,- Euro zuzüglich MwSt. – Pausengetränke und ein kommunikativer Imbiss inklusive.

Anmeldeschluss ist der 24. Januar 2014. 

Das Anmeldeformular erhalten Sie auf Anfrage über unser Kontaktformular.
ASN  würde sich freuen Sie am 12. Februar 2014 begrüßen zu können.

Im Folgenden haben unsere Referenten ihre Seminarvorträge für Sie kurz zusammengefasst. Hinweis: Die Seminarreihen A und B laufen parallel, das heißt A1 läuft zeitgleich mit B1 etc. 
  

Vortrag A1, Axel Sandvoß, VDMA e.V. 
"So viel wie nötig, so wenig wie möglich" 
 

Integrierte Betriebsanleitungen im Maschinen- und Anlagenbau
Vorgaben für vollständige und unvollständige Maschinen, sowie für die Gesamtheit von Maschinen, unter Einfluss der Maschinenrichtlinie. Grundsätzliche Anforderungen, sowie Einfluss der Versicherungswirtschaft und des Marktes, auf die Erstellung und Ausrichtung der Betriebsanleitung. Pragmatische Ansätze zur Erstellung der technischen Unterlagen und zum Umgang in der Praxis.


 
Vortrag B1, 
Uwe Reißenweber, DOCUFY GmbH 
"Von der Klasse in den Karton" 
 

Wie klassifizierte Dokumentationsbestandteile zu produktspezifischen Anleitungen werden
Es geht darum ein Klassifikationskonzept zu entwickeln, das es erlaubt einzelne Dokumentationsbestandfteile so zu klassifizieren, dass daraus vollautomatisch (oder zumindest zu einem hohen Prozentsatz automatisch) eine produktspezifische Dokumentation erzeugt werden kann. Zunächst soll auf die Grundlagen der Klassifikationsmöglichkeiten eingegangen werden. Anschließend wird ein konkretes Beispiel im Redaktionssystem COSIMA gezeigt.



Vortrag A2, Roland Schmeling, Schmeling + Consultants GmbH 
"Fasse dich kurz!"


Anleitungen systematisch von Ballast befreien
Was kostet ein einziger Satz im Laufe seines Informationslebenszyklus - Schreiben, Reviewen, Qualität sichern, Verwalten, Übersetzen, Übersetzungen prüfen und freigeben, Archivieren, Löschen? 15 EUR? 50 EUR? Ganz abgesehen davon sind auch Anwender über überflüssige Texte nicht erfreut. Doch wie funktioniert "Kürzen"? 
Ansätze zum Kürzen sind nicht nur geeignete Formulierungsmuster, sondern beispielsweise auch die zielgruppenadäquate Reduktion des Inhalts oder die Optimierung des Text-Bild-Verhältnisses. An Beispielen sehen Sie, wie das Kürzen in der Praxis funktioniert und welchen Effekt Sie damit erzielen. 
Ein Geschwür der besonderen Art in Anleitungen sind Sicherheitskapitel. Im Vortrag erfahren Sie, wie Sie auch hier das Skalpell anlegen müssen - und dabei die Unterstützung der Rechtsabteilung erhalten!



Vortrag B2, Ulrike Parson, parson AG 
"Wissen macht schön!" 
 
So werden Sie ein erfolgreicher Wissensmanager

Die optimale Nutzung von betrieblichem Wissen beeinflusst in hohem Maß den geschäftlichen Erfolg von Unternehmen. Das Wissenskapitel muss genauso gestärkt und erweitert werden wie das finanzielle Kapital. Technische Redakteure können dank ihrer Sprach- und Strukturierungsfähigkeiten zu wichtigen Erfolgsträgern in Wissensmanagementprojekten werden. Der Vortrag stellt Methoden und Vorgehensweisen bei der Einführung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen vor und beleuchtet dabei insbesondere die Möglichkeiten der Mitgestaltung durch technische Redakteure. 

 

Zusammenfassung:

  1. Welche Wissensarten gibt es und warum muss Wissen heute bewusst verwaltet werden?
  2. Warum Technische Redakteure gut geeignet sind, um Wissensmanager zu werden.
  3. Vorgehensmodell bei der Einführung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren

Unternehmen:

  • Analyse der aktuellen Wissenslage
  • Festlegen der normativen, strategischen und operativen Ziele des Wissensmanagements
  • Strategie und Mittel für das Wissensmanagement auswählen
  • Mittel anwenden
  • Erfolg kontrollieren

 

Vortrag A3, Lars Schiller, ZINDEL AG 
"Promillegrenze für Fehler"


Wann darf eine Anleitung in den Verkehr?
Das Ziel sind Anleitungen ohne Fehler. Die Praxis jedoch zeigt, dass Wunsch und Wirklichkeit meist nicht zusammenfinden. Vor allem wirtschaftliche Aspekte konterkarieren den Anspruch. Ganz ohne Fehler geht es eben nur sehr selten. Oder nur mit erheblichen Mühen. Daher ist es nur pragmatisch, eine zulässige Fehlerquote zu definieren. Doch wie bemisst man diese Fehlerquote? Und wie hoch darf sie maximal sein? Diskutiert wird, was erstrebenswert ist und was mit vertretbarem Aufwand erreichbar ist. Im Vordergrund aber steht die Frage, wie sich die geforderte Qualität mit Hilfe des Korrektorats und Lektorats wirtschaftlich sicherstellen lässt. Während des Korrekturlesens sieht man sich ja mit der paradoxen Sitation konfrontiert, dass man Fehler finden soll, aber gar nicht weiß, wie viele Fehler in der Anleitung enthalten sind. Folglich kann man eigentlich auch nicht wissen, wann man genügend Fehler gefunden hat. Ein neuer Ansatz erlaubt es, verlässlich abzuschätzen, wann in der Anleitung nicht mehr Fehler verblieben sind als erlaubt sind.


 
Vortrag B3, 
Isabelle Fleury, Fleury & Fleury gbR 
"Übersetzungsmanagement to go" 
 

Wege durch den Schnittstellendschungel
Die Übersetzung ist eingebunden in die Prozesskette der Dokumentenerstellung. Eine reibungslose Abwicklung setzt voraus, dass jede Interaktion und jeder Austausch zwischen Redaktion und Übersetzungsteam zuverlässig und fehlerfrei funktioniert. In diesem Vortrag werden die Akteure und die notwendigen Teilprozesse des Übersetzungsmanagements vorgestellt. Wir erörtern die Anforderungen, Risiken und Rahmenbedingungen, die an der Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Dienstleister vorherrschen und erarbeiten pro Teilprozess eine Schnittstellendefinition.


 
Vortrag A4, 
Prof. Dr. Michael Meng, Hochschule Merseburg 
"Ein Screenshot sagt mehr als 1000 Worte. Oder?" 
 
Über deren Einsatz und Gestaltung, Funktion und Grenzen

Screenshots (Bildschirmfotos) sind das vielleicht wichtigste Visualisierungsmittel in der Softwaredokumentation und finden sich in Benutzerhandbüchern, Tutorials, Trainingsmaterialien sowie Online-Hilfen. Entscheidungen, die den Einsatz von Screenshots betreffen, gehören daher zweifellos zu den wichtigsten Entscheidungen, die ein Redakteur zu Beginn eines jeden Software-Dokumentationsprojekts treffen muss. 
Diese Entscheidungen betreffen dabei mindestens drei Fragebereiche:

  1. Sollen überhaupt Screenshots eingesetzt werden?
  2. Wenn ja, für welche Funktionen?
  3. Welches Design soll für Screenshots gewählt werden, z.B. mit Blick auf die Größe des Bildausschnitts oder zusätzliche Auszeichnungen?

Erfahrene Praktiker können gute Gründe anführen, die für den Einsatz von Screenshots sprechen, etwa mit Blick auf deren lesemotivierende Wirkung oder die Unterstützung beim Identifizieren relevanter

Bedienelemente. Zunächst sind Screenshots aber ein gewichtiger Kostenfaktor: Der Umfang der Dokumentation steigt, die Erstellung, Pflege und Lokalisierung von Screenshots bindet Ressourcen. Der Einsatz von Screenshots lässt sich also letztlich nur rechtfertigen, wenn ihre Effektivität und Wirksamkeit auch tatsächlich nachgewiesen werden kann. In diesem Vortrag wird es darum gehen, welche Aussagen sich dazu aus den Ergebnissen angewandt-wissenschaftlicher Forschung ableiten lassen. Der Vortrag diskutiert auf Basis empirischer Befunde, welche typischen Funktionen Screenshots übernehmen, ob sie in diesen Funktionen tatsächlich lerneffektiv sind und welche Gestaltungsmerkmale die Lerneffektivität beeinflussen.


 

Vortrag B4, Ulrich Pelster, gds AG 
"Die Doku zum Auftrag 4711, bitte!" 
 
Dokumentation über ein ERP-System steuern
Der erste Teil des Vortrags beschreibt den Ablauf der Dokumentationssteuerung im produzierenden Unternehmen. Angefangen vom Vertrieb eines Produkts, der Auftragsanlage, über die Konstruktion, Auftragsbearbeitung und Lieferung bis hin zur Nutzung in Aftersalesbereichen wie Ersatzteilservice oder Hotline wird der Ablauf einer Dokumentation durch ein Unternehmen in Verbindung mit einem ERP-System exemplarisch dargestellt. Im Zweiten Teil wird dann an einem Beispiel die Erstellung und Konfektionierung mit Hilfe eines Redaktionssystems (docuglobe) gezeigt. Somit ergibt sich der Zusammenhang