ASN Ingenieursgesellschaft mbH und Co. KG

10.12.2018

22. DOKU+MEDIEN-Forum 2019

Am Mittwoch, den 13.02.2019, veranstaltet DokuNord nun bereits zum zweiundzwanzigsten Mal das DOKU+MEDIEN-Forum - der Seminartag für Macher und Entscheider aus den Bereichen Technische Dokumentation, Entwicklung, Kommunikation und Marketing.

Es erwartet Sie ein spannender Seminartag mit 12 Vorträgen aus den Bereichen Technische Dokumentation, Kommunikation und Marketing. Die Bandbreite der Themen reicht von aktuellen Rechtsfragen über aktuelle Ansätze bis hin zu Lösungen für elektronische, mobile Kommunikation. Und beim Imbiss sowie in den Pausen ergibt sich stets eine Gelegenheit zur Fachsimpelei unter Kollegen.

Seien Sie dabei:
22. DOKU+MEDIEN-Forum 2019
Mittwoch, 13. Februar 2019, 9:00 – 17:30 Uhr,
im Hause unseres DokuNord Partners der ZINDEL AG, Tangstedter Landstraße 83, 22415 Hamburg.

Die Anmeldegebühr beträgt pro Teilnehmer 450,– Euro zzgl. ges. MwSt.
(für Frühbucher bis 09.01.2019: 390 Euro + MwSt. )

Anmeldeschluss ist der 6. Februar 2019.

Fordern Sie jetzt gleich Ihre Anmeldeunterlagen an!
Das Anmeldeformular erhalten Sie auf Anfrage über unser Kontaktformular.

ASN würde sich freuen, Sie am 13. Februar 2019 begrüßen zu können.

Hinweis: Die Seminarreihen A und B laufen zeitgleich.

 

Kurzbeschreibungen der Seminarvorträge finden Sie hier:

Vortrag A1

Kampf der Giganten: die überarbeitete IEC 82079-1 vs. die neue
ISO 20607

Roland Schmeling
Schmeling + Consultants GmbH

Die beiden internationalen Normen IEC 82079-1 und ISO 20607 behandeln das
Erstellen von Benutzerinformationen: Die erste bildet als Horizontalnorm
grundlegend den Stand der Technik für die Erstellung von Informationen jeder Art
ab, welche die Nutzung eines Produkts unterstützen. Die zweite gilt nur für
Maschinen, behandelt Anforderungen an Sicherheitsaspekte von
Betriebsanleitungen und konkretisiert die Vorgaben aus der Sicherheitsnorm ISO
12100, Abschnitt 6.4, und damit der EG-Richtlinie für Maschinen.
Für Technische Redaktionen im Maschinenbau sind beide Normen relevant. Der
Vortrag zeigt Möglichkeiten und Grenzen der parallelen Anwendung auf, erklärt
die Hintergründe und gibt konkrete Hinweise für die Praxis.

Vortrag A2

Content Delivery ist keine Utopie: Digital Information Services in der
Praxis

Prof. Dr. Wolfgang Ziegler
Hochschule Karlsruhe

Die Technische Kommunikation wird immer schlauer. Zumindest erhält man den
Eindruck durch das gehäufte Auftreten von „smarten“ Systemen und Produkten
sowie „intelligenten“ Informationen. Häufig verbergen sich dahinter altbekannte
Dinge, in vielen Teilen aber auch neue Ansätze, die Auswirkungen auf die
Arbeitsweise der Technischen Kommunikation haben werden. Diese Ansätze
betreffen den Erstellprozess sowie die (eventuell wirklich) neue Nutzungsart von
Inhalten im Content Delivery.
Um dies systematisch zu verstehen, wird im Vortrag u.a. die Intelligenzkaskade
von nativer, ontologisch erweiterter und künstlicher Intelligenz betrachtet. Dabei
soll klar werden, welche Möglichkeiten und Konsequenzen der Übergang von
einer rein technischen Betrachtung des Content Delivery hin zu Digitalen
Information Services haben kann.

Vortrag A3

Servicedokumentation heute: digital, maßgeschneidert und mit
echtem Mehrwert

Thomas Riegler
VDMA e.V.

Um einen professionellen Service bei immer größeren Produktvarianten und
unterschiedlichen Technologien zu bieten, ist eine aktuelle Servicedokumentation
unerlässlich. Doch die gibt es häufig nicht, und Maschinen mit der Losgröße 1
erhöhen zusätzlich die Anforderungen.
Die Aufgaben der Servicetechniker im weltweiten Einsatz verändern sich, und der
demografischen Wandel kommt unausweichlich. Das stellt den meist
mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau vor große
Herausforderungen.

Vortrag A4

Interne Dokumentation, Normen- und Wissensmanagement – Luxus
oder Notwendigkeit?

Schwachstelle Unternehmensdokumentation
Jens-Uwe Heuer-James

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Die Verantwortung für Produkte zwingt die Unternehmen nicht nur zur Erstellung
von Informationen für den Produktnutzer, sondern auch zur Dokumentation des
eigenen Handelns, unter anderem durch die Erstellung von technischen
Unterlagen. Dabei handelt es sich nicht um eine „formale“ Herausforderung.
Deutlicher gesagt: Wer schlecht dokumentiert, kommt in dem Maße mit dem
Gesetz in Konflikt, wie ein Unternehmen, was in technischer Hinsicht fehlerhafte
Produkte herstellt und auf dem Markt bereitstellt. Dies ist vielen – gerade
mittelständischen – Unternehmen nicht bewusst.
Das Stichwort zur Lösung ist Wissens- und Normenmanagement. Auch hier gilt:
Es handelt sich nicht um ein Hobby von Mitarbeitern, sondern um eine rechtliche
Herausforderung, die das Unternehmen zu meistern hat.

Vortrag A5

Große Produktvarianz? Kleine Aufgabe für ein Redaktionssystem!
Featurebasiertes Variantenmanagement nutzen

Ilka Domberg
Ovidius GmbH

Hersteller können Produkte auf Basis eines Standardproduktes in einer Vielzahl von
Konfigurationen erstellen und ausliefern. Endbenutzer wollen nur die
Produktinformationen sehen, die für ihre Produktkonfiguration relevant sind.
Wir stellen ein Verfahren vor, mit dem diese Variabilität in der
Dokumentation abgebildet werden kann. Über die Produktanalyse und die
Faktorisierung der relevanten Merkmale konfigurieren wir ein kompaktes
Variantenmanagement.

Vortrag A6

Metadaten und iiRDS – nicht nur etwas für die Großen
Markus Wiedenmaier
practice innovation

Die Frage zu iiRDS: Noch warten oder gleich loslegen? Hierzu beleuchte ich den
praktischen Einsatz von iiRDS und stelle verschiedene Use cases vor, mit denen
iiRDS bereits heute genutzt werden kann, ohne direkt den gesamten iiRDS
umsetzen zu müssen und damit ein großes Projekt zu starten. Es gibt hier viele
Anwendungsfälle, bei denen iiRDS schon heute einen großen Nutzen bringt, z. B.
in der SEO-Optimierung von HTML5-Hilfen oder dem Anwendungsfall
Zulieferdokumentation.
Diese Ansätze zeige ich auf Basis eines Word-Dokuments, welches über Machine
Learning automatisch mit Metadaten angereichert wird und dann einen direkt
Nutzen im Servicebereich generieren kann.

Vortrag B1

Mit einfacher Sprache jeden Nutzer erreichen – ein Bestandteil
sicherer Anleitungen
Einfache bürgernahe leichte kontrollierte regulierte Sprache: Was können wir tun,
damit man uns besser versteht?

Prof. Dr. Klaus Schubert
Universität Hildesheim

Verständlichkeit ist oberstes Ziel der technischen Dokumentation! Wer hier spart,
zahlt bei Hotline und Gewährleistung drauf.
Was können wir tun? Die Sprache vereinfachen? Aber was ist am effizientesten?
Und was ist für wen am verständlichsten? Bilder statt Text? Oder den Inhalt
reduzieren?
Der Vortrag versucht einen Überblick über aktuelle
Verständlichkeitsoptimierungstechniken und schlägt Auswahlkriterien vor.

Vortrag B2

Ohne Semantik ist alles bedeutungslos: Über den Sinn semantischer
Informationsmodellierung

Prof. Dr. Martin Ley
Hochschule München

Der Beitrag von Prof. Dr. Ley beleuchtet die Informationsmodellierung unter
semantischen Gesichtspunkten und wird diese Fragen beantworten: Was
überhaupt ist Semantik? Wie könnte ein semantisches Informationsmodell für die
Technikkommunikation aussehen? Welche Möglichkeiten (Stichwort intelligente
Assistenten) bieten semantische Technologien, und wie könnte eine entsprechende
Systemarchitektur aussehen?
Sowohl im Vortrag als auch interaktiv, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen, sollen
Antworten auf diese Fragen erarbeitet werden.

Vortrag B3

Technische Redaktion mit System, oder: Gibt es reproduzierbare
Qualität ohne ISO 9001?

Volker Wodaege
ZINDEL AG

Was braucht man für rechtskonforme, vollständige, verständliche Technische
Dokumentation: gut ausgebildete Technische Redakteure sowie ein Bücherregal an
Gesetzen und Normen. Damit ließe sich ab und zu die eine oder andere gute
Anleitung hinkriegen.
Nachhaltiger wäre es, man hätte auch einen stabilen Erstellungsprozess, mit
ständiger Verbesserung. Anders gesagt: ein QM-System nach ISO 9001. Aber
bitte nicht mit Papierbergen von Checklisten, sondern mit einem redaktionsweiten
Wiki. Nur so kann dauerhaft, wiederholbar Qualität entstehen.

Vortrag B4

Dokumentation ohne Turbulenzen: Ideen aus der Luftfahrt, die jede
Anleitung sicherer machen

Angelo Stefanou
ASN Ingenieursgesellschaft mbH & Co. KG

Sicherheit in Betrieb und Instandhaltung nimmt in der Luftfahrt einen besonderen
Stellenwert ein. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Technische Dokumentation.
Selbst kleinere Unfälle können hier der Anlass sein, grundsätzliche Konzepte auf
den Prüfstand zu stellen.
Einige der daraus entstandenen Lösungen – beispielsweise die Einbindung von
Checklisten – haben längst in anderen Branchen Einzug gefunden. Doch noch
immer bietet die Luftfahrt Technischen Redakteuren „von außerhalb“ neue Ideen
an, die zur Sicherheit der Dokumentation beitragen können.

Vortrag B5

Interaktive und animierte Grafiken bringen Bewegung in die mobile
Dokumentation

Janka Oldsen und Lars Schiller
ZINDEL AG

Anleitungen werden mobil. Höchste Zeit, auch die Grafiken in Bewegung zu
setzen! Nicht nur Texte und Tabellen sind anders, damit sie auf die kleinen
Bildschirme passen. Auch die Grafiken ändern sich. Was auf Papier nur statisch
sein konnte, bewegt sich plötzlich und beginnt zu blinken. Man kann einzelne
Elemente anklicken, in das Bild hineinzoomen und zusätzliche Informationen
aufrufen. Komplizierte Abläufe lassen sich visualisieren, Bewegungsrichtungen
aufzeigen, die korrekte Handhabung lässt sich demonstrieren, die warnende
Blinkfrequenz wiedergeben …
Vieles ist möglich, nicht alles ist sinnvoll. Zumal der Aufwand riesig ist und neben
dem Illustrationshandwerk auch Codezeilen gefragt sind. Dennoch: Mit Bedacht
verwendet, bieten interaktive und animierte Grafiken einen echten Mehrwert und
machen die Anleitungen verständlicher.

Vortrag B6

Ersatzteilkataloge mit 3D-Modellen auf einer VR-Brille
Rolf Wensing
TID Informatik GmbH

Virtuelle Realität im Service – die Zukunft!? Sie nutzen bereits einen 3DErsatzteilkatalog
im Service und planen, zukünftig damit auch VR/ARAnwendungen
zu verknüpfen?
Als Spezialist für elektronische Ersatzteilkataloge und Serviceinformationssysteme
sind wir der Frage nachgegangen, welchen Aufwand und welches Kosten-Nutzen-
Verhältnis dieses Vorhaben für industrielle Unternehmen wirklich bedeutet. Bei
diesem Pilotprojekt stand vor allem die Anwendbarkeit für die tägliche Praxis im
Fokus. Lassen Sie sich von den Ergebnissen der Testphase überraschen, und
erleben Sie live die Präsentation, was heute mit einer "low cost" VR-Brille bereits
realisierbar ist.